Besser leben mit weniger Sorgen

Gelassenheit. Das ist es, was weise, alte Menschen den jüngeren oft voraus haben. „Es wird schon recht werden“, sagen sie gerne in kniffligen Situationen und liegen damit nicht selten richtig. Ängstliche Charaktere machen sich ihr Leben ja wirklich selbst oft schwer, weil sie es in den dunkelsten und düstersten Farben betrachten. Dass sich ihre Befürchtungen dann oft erfüllen, kann darin liegen, dass sie einer positiven Entwicklung gar keine Chance lassen. Kirchgänger hören dazu heute ein wunderbares Evangelium und dort als letzten Satz: „ Sorgt euch nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.“ Natürlich sollte diese Empfehlung nicht dazu führen, dass wir aufhören, uns auf wichtige Dinge vorzubereiten oder aufhören zu üben und zu trainieren, um eine höhere Fertigkeit zu erlangen. Es ist auch kein Freibrief für Schüler, auf die Hausübungen zu pfeifen. Es ist aber doch ein guter Tipp, das Ganze etwas lockerer anzugehen, weil eine zu ängstliche Einstellung das Gegenteil bewirkt. Kleine Kinder zeigen uns, wie es gemeint ist. Sie gehen ihre Aufgaben immer spielerisch, ungezwungen und in Vorfreude an mit dem Ergebnis, dass sie Erstaunliches zusammenbringen. Diese kindliche Grundeinstellung könnte ein gutes Vorbild sein auch für uns Erwachsene. Eine positive, unverkrampfte Grundeinstellung, ein prinzipielles Vertrauen auf unser Können und auch darauf, dass die Welt um uns herum ja doch nicht so schlecht ist, wie wir manchmal meinen.

 

Sonntagsgedanken ORF OÖ. am 26.2.2017

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