„Superreiche“ Pflegerinnen aus dem Osten?

Die eine Seite:

nach 14 Tagen fahren sie wieder. Und sie sind um circa 1000 Euro reicher als zuvor. Das ist viel Geld. Für die, die es bezahlen und noch viel mehr für die, die es erhalten. In ihren Heimatländern kann man von solchen Gagen nur träumen. Dazu kommt das Geld des österreichischen Staates für ihre Kinder, die ganz normale Familienbeihilfe, wie sie für österreichische Kinder auch ausbezahlt wird. Also noch einmal um gut 100 € mehr pro Kind. Dieser Betrag soll gekürzt werden auf das Niveau des Landes, aus dem die Pflegerin stammt.

Die andere Seite:

die „super reichen“ Pflegerinnen kommen in den meisten Fällen für je 14 Tage zu ihren österreichischen Familien. Hier betreuen sie ihren „Patienten“ rund um die Uhr. Sie helfen beim Aufstehen, kochen das Essen, übernehmen das Füttern, gehen mit ihr Schutzbefohlenen auf das Klo oder wechseln die Windeln, kümmern sich um kleine auftretende Wehwehchen, putzen die Wohnung, betreuen den Garten und bringen Opa oder Oma wieder ins Bett, um dann aber die Nacht über bis zu 20 mal aus dem Schlaf geweckt zu werden, weil dies oder jenes schmerzt oder der Patient umgedreht werden will.

Abgesehen davon, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn Pflegerinnen das Kindergeld gekürzt wird. Immerhin sind sie nach allen gesetzlichen Regeln hier gemeldet, wo sie auch ihre Steuern abliefern. Natürlich verdienen sie gutes Geld, vor allem verglichen mit der Lohnsituation in ihrer Heimat, wo ganze Familienclans am Einkommen der Pflegerin hängen, weil der Großteil der Leute arbeitslos ist oder zu wenig zum Überleben hat. Kürzt Österreich jetzt deren Kindergeld, ist das für sie nicht nur schmerzhaft, sondern auch optisch fatal. Die Maßnahme könnte so verstanden werden: Welchen Wert hat unsere Arbeit für euch Österreicher, wo nur wenige bereit sind, diesen Dienst zu tun, wenn ihr daran geht, aus politisch-populistischen Gründen unser Einkommen zu schmälern? Könnte es nicht sein, dass der Schuss nach hinten los geht und sich weniger Frauen als bisher bereit erklären, diese Arbeit zu übernehmen? Wobei es nicht nur um die Arbeit als solche geht: die Pflegerinnen verlassen ihre Familien alle 14 Tage, lassen Männer und Kinder allein und kommen nach dieser Zeit erschöpft und ausgelaugt nach Hause. Was das für eine Partnerschaft bedeutet, lässt sich locker ausmalen. Es stimmt, das gegenwärtige System schafft zwei Finanz-Klassen von Kindern in den Herkunftsländern der Pflegerinnen: aber bei der Legalisierung der Pflege wurde genau dieser Punkt von der Politik mitbedacht. Für die Betreuerinnen handelt es sich bei der österreichischen Familienbeihilfe um eine Art Gehaltsbestandteil. Österreich hilft durch diese Zahlung (in Summe 250 Millionen €) bei der Betreuung vieler hilfsbedürftiger Bürger. Letztendlich aber macht eine Kürzung das Kraut unseres Budgets mit Sicherheit nicht fett. Sehr viel teurer bis völlig unmöglich wäre es, aus eigenen Kräften die Betreuung zu übernehmen.

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3 Kommentare zu “„Superreiche“ Pflegerinnen aus dem Osten?

  1. Sehr geehre Herr Brandstetter, die infos mit hohe eines Lohnes ist heute eine reine Fantasie. Die realitet ist leider so, dass die Pflegerinnen, die fuer den 14 tage turnus 1000,-€ verdienen die muss man lang suchen. Mehr moelich eine noch cca 1000,-€ brutto bekommen, davon muss man aber SVA kosten, WKO kosten, Agentur kosten abrechnen. Bin Pflegerin seit 2010, mein letzte Pat. im Jänner verstorben ist. Habe 1 Kind, im 15 Jänner 19 war. Habe bei dem Pat. Honorar 60,-€ pro Tag gehabt, 200,-€ SVA unterstuetzung, Fahrgeld nach dem Rechnung ausbezahlt. SVA monatlich 956,-€, WKO cca 70,- pro Jahr, Agentur 330,-€ pro Jahr. Also wenn sie es richtig zehlen es ist pro Monat 1040,-€ – 352,-€ = 688,-€ netto. Sachbezug = das Wohnen in dem Zimmer wo die Balkon tur nicht gepasst haben – kalt, das Essen, beim Anfang 100,-€ pro 14 Tage patient mit Pflegerin. Habe um das Geld gekämft, es hat sich erhoht an 150,-€, letzte Monate mit vergesslichkeit des Patientes an 200,-€ damit man auch Drogerie, Putzmittel, alles fuer Haushalt eingekauft hat. Famielie 2 Sohne reich genug. Habe gute Deutschkentnisse, praxis, bin im Mai mit Matura in der Krankenpflegeschule fertig. Das beste was ich heute verdienen kann Sind die 68,-€ pro Tag 1 Mensch zum pflegen, 2 78,-€, damit habe SVA Rechnung mit summe 1033,-€/ Quartal bekommen, WKO kommt erst, Hilfswerk zahlt man 90,- pro 6 Monate, habe Lumboischialgie Dg., habe im Jänner-Februar schwere Grippe bekomnen, aber SVA – ärztliche Team meint dass ich erbeitsfähig war. Habe bis jetzt 11 Tage auszahlung – Krankengeld bekommen, um andere Tage muss kämfen, weiss nicht ob ich was bekomme. Und glauben Sie mir, wie eine selbstziehende Mutter, mit dem Sohn der in der Kaufhale bei kassa 200,-€ verdient, weill mehr nicht darf, mit Wohnung Mitte 150,-€ und Hypokredit 170,-€ pro Monat, andere werde nicht zehlen, frage mich warum ihr Osterreicher immer glaubt dass euch so schlecht geht? Ja weill euch mal noch viel besser gegangen ist. Osterreich ist kein demokratische Staat fuer mich, wenn der akzeptiert Ausnutzung des beliges Arbeitskräftes, die 24 stunde arbeiten sollen und jeder weiss dass die Gewerbe dafuer ein gutte Artikell Sind, weill sonst euere alte Leute zum erschosen sind. Oder die Familien die Pflegegeld + Forderung aunutzen, sparen, weill im Pflegeheim keine diese Vorteile gibts, dass sie dann noch Häuser, Wognungen verkaufen. Euch wird ja noch schlechter gehen, es ist die Europa Route, die Mensche die beiveuch arbeiten, um cca 450-750,-€ denen muss man Fbh kuerzen, am liebsten wenn die keine Kinder haben, dann koennen sie gratis die Leute pflegen und 2 Woche auf der Strasse schlafen, wofur da Heim fahren. Die arbetslose Osterreicher die faul sind die um so viel Geld aus dem Bett nicht aufstehen werden, die ,, arme Fluchtlinge die aus ekonomische Grunden gekommen sind, die alles bekommen, Fbh dazwischen, die werden euch sicher retten. Machts ihr weiter, gratuliere. Bin skeptisch auch wenn um die Slowakei geht, aber da netto 500,-€ verdienen um 180 stunden, oder 500,-€ um 336 stunden im eisatz, es ist ja glaube unreschiedlich. Nur ein idiot wird nach Osterreich kommen wegen Liebe zu den Osterreicher die heute akt, krank sind, die oftmal eigene Kinder vergesen haben. Es cibt noch Frauen die es notwendig haben, dia paar Jahre arbeiten muessen bis sie in Pension einstegen, aber sonst, entweder kapieren die Osterreicher dass sie die Mensche brauchen, und werden sie es schätzen und richtig bezahlen, oder die Eutanazion ist ja auch ein weg…

  2. Sehr geehrter Herr Bert Brandstetter .Vielen Dank für Ihre Artikel . Ist schön, dass Sie in diesem Thema interessiert sind, aber Ihre Informationen, um über unsere Gehälter sind nicht ganz korrekt. Ein sehr kleiner Prozentsatz der Pflegerinnen verdienen 1000 € für 14 Tage …. meist verdienen 38-60 € pro Tag. Das bedeutet, 532-840 € pro 14 Tage. Trotzdem wir danken Ihnen für Ihr interesse auf diese Thema , Sie haben das gut geschreiben .

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