Aufstand der Zwerge von Steegen

Fast können sie einem heute Leid tun, die 1100 Bürger, von denen gestern mehr als jeder zweite gegen die Fusion mit den viel größeren Gemeindeschwestern Bruck-Wasen und Peuerbach gestimmt hat. Heute stehen sie ziemlich blöd da, im ganzen Land wird der Kopf geschüttelt über soviel Borniertheit.

Nimmt man sich die Mühe, mit einigen Bürgern von Steegen zu sprechen, wächst aber auch Verständnis für ihre Position. Fehlender Respekt gegenüber ihrer Kleinheit, die Sorge, voll und ganz in der neuen „Großgemeinde“ aufzugehen, Trauer um den Verlust des Namens sind Argumente, die den Aufstand der Zwerge auch verständlich werden lassen. Es ist eine ähnliche Motivation wie bei der weit verbreiteten Skepsis gegenüber internationalen Freihandelsverträgen wie TTIP oder CETA. Die Angst, bei den durchaus vernünftigen Argumenten für große Zusammenschlüsse die eigene Identät zu verlieren und sicherheitshalber dagegen zu sein. Die Steegener haben das gestern geltend gemacht. Sie bleiben eine eigene Gemeinde. Für die Katholiken ändert sich übrigens nichts. Alle 3 Gemeinden waren schon immer eine pfarrliche Einheit.

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