Religionsfreiheit konkret

Selbstverständlich ist es zu akzeptieren, wenn zum Beispiel in muslimischen Ländern die Kinder mehrheitlich muslimisch erzogen werden. Und ich halte es auch für sinnvoll, andersgläubige Kinder mit der Religion des Gastlandes vertraut zu machen. Zugleich hielte sich meine Freude in Grenzen, gäbe es für christliche Kindergartenkinder dort ausschließlich muslimische Bräuche und Regeln zu erfahren. Umgekehrt in Oberösterreich: per Gesetz sollen Pädagoginnen unsere Kleinen künftig mit den heimischen, christlich geprägten Gepflogenheiten vertraut machen, und zwar unabhängig von der Religion der Kleinen. So gut gemeint der Vorschlag auch sein mag: ein gesetzlich verordneter Osterhase schmeckt irgendwie bitter. Mehr Vertrauen würde ich auf das Gespür der Kindergärtnerinnen legen, die wissen, wie weit sie gehen können, um nicht die Gefühle junger Andersgläubiger oder Nichtgläubiger zu irritieren.

 

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