Grenzen dicht

 Jetzt haben wir es geschafft und der junge Außenminister Kurz erklärt das auch noch wortreich für richtig: die Balkanroute ist dicht. Irgendwie scheint mir jetzt, als hätte ich den Europagedanken falsch verstanden. Und auch die Fluchtgründe der Syrer, Afghanen oder Iraker habe ich anders in Erinnerung als sie von unserer Regierung neuerdings „verkauft“ werden. Vor allem wirtschaftliche Motive seien es, warum sich vorwiegend junge, kräftige Männer auf den Weg nach Europa machen, heißt es jetzt. Ihnen habe man den Weg abgeschnitten. Kein Wort mehr von Krieg und Bomben und Lebensgefahr in ihrem Land. Kaum noch ein Wort auch über Frauen und kleine Kinder, die genauso bei uns „gestrandet“ sind. Die Macher in der österreichischen Bundesregierung zeigen der Welt ein neues Gesicht der bisher so hilfsbereiten Republik. Mich erinnert es eher an eine Fratze.

 

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Ein Kommentar zu “Grenzen dicht

  1. Es ist leider nur die Bestätigung, was wichtiger ist: Wahlen, Banken, das eigene Hemd, u.v.m. …… danach kommt lange nichts, und dann vielleicht der Mensch. Wenn die ersten gestrandeten Flüchtlinge gestorben sind kommen vielleicht Politiker mit schwarzer Krawatte, gesenkten Köpfen und medienwirksam zum Begräbnis.
    Scheinheilig, beschämend,….ich finde keine Worte mehr!

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