Tanzende Rechte

Lasst endlich die tanzenden Burschenschafter in Ruhe! Sie mögen das ganze Jahr über mehr oder weniger gefährlich sein: bei diesem Anlass sind sie auf jeden Fall harmlos – sowohl in Wien beim Akademikerball als auch in Linz beim Burschenschafterball. Jeglicher Protest dagegen, jeder Aufmarsch gegen rechts macht sie bloß wichtig und ist letztendlich Werbung für deren Anliegen. Meine Empfehlung daher: einfach ignorieren und in Ruhe lassen. Wie mir Teilnehmer dieser Veranstaltung sagen, treffen sich dabei zwar viele Sympathisanten der blauen und  rechten Szene, angereichert durch ein paar prominente Schwarze, politisiert werde dort aber nicht. Genauso wenig wie bei anderen Bällen. Wozu also der Protest, der in Wien außerdem ganz fatale Folgen gehabt hat. Verrückten Randalierern ist es gelungen, friedliche und gutmeinende Demonstranten quasi in ihr Boot zu holen. „Nicht die Rechten sind die Bösen, sondern die protestierenden Linken“, das ist die Meinung nicht weniger Leute, die entsetzt sind über die Bilder, die da im Fernsehen und in den Zeitungen aus unserer Hauptstadt zu sehen waren.

Alle Proteste gegen radikal denkende und handelnde Organisationen sind OK. Fanatisten aller Art  -rechte, linke oder auch religiöse- sind gefährlich für die Gesellschaft. Und es ist mehr als problematisch, wenn sich in Europa rechtsextreme Gruppierungen nicht nur halten, sondern scheinbar immer größeren Zuspruch finden – auch in Österreich und offenbar ganz besonders auch bei uns in Oberösterreich. Diese Demokratie gefährdenden Tendenzen zurückzuweisen, ist eine Pflicht. Doch eine Veranstaltung wie einen Ball halte ich für einen Protest völlig falsch.  Zumal die wirklichen Rechtsextremen auf den Bällen kaum anzutreffen sind. Sehr wohl freilich Personen, die deren Netzwerken direkt oder indirekt nahe stehen und sie unterstützen. Ob eine Demo gegen ihren Ball ihre Gesinnung aber zu ändern vermag, sei bezweifelt.

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8 Kommentare zu “Tanzende Rechte

  1. MAN SOLLTE NUR SCHAUEN, wie diese schlägerein benutzt werden, da werden direkt polizisten von FPÖ-mitglieder aufgefordert ihre pistole doch zu gebrauchen so die Persönlichen Eindrücke und Erinnerungen rund um den Akademikerball vom 24.01.2014 in der Hofburg mit Schwerpunkt auf den linksextremen Ausschreitungen von Bezirksrat Helwig Leibinger

    „… Besonders Frauen waren schockiert und zu Tode erschrocken und forderten immer wieder dass die Polizei in solchen Situationen endlich von der Schusswaffe Gebrauch machen solle. Wozu haben die denn jeder eine Pistole mit? Zum sinnlosen Spazierentragen? Also das hörte ich von fast allen Frauen, die mit mir über die Ausschreitungen berichteten. Warum schießt da die Polizei nicht. Die Bevölkerung wünscht sich eine forsche, effektive, siegreiche, entschlossene Polizei, die als Sieger das Schlachtfeld verlässt und die Täter beim Krawat’l packt und allesamt einlocht. Aber was bekamen wir zu sehen. Eine defensive Polizei, die selber eingekesselt wurde und sich im römischen Schildkrötschildpanzer Schritt für Schritt zurück zog, anstatt den Vorwärtsgang einzulegen und in Keilformation vorzustoßen und die Massen umzurennen und durchzubrechen und die Oberhand zu bewahren und das Zerstören von Schaufenstern und das Einschüchtern und zu- Tode-Erschrecken von harmlosen, unbeteiligten Passanten, Verkäuferinnen in Geschäften oder Kaffeehausgästen zu verhindern…“
    Doch niemand unterhält sich über sie wirklichen Gründe; die hier genannt werden Andreas Popp Plan B Franz Hörmann Das Ende des Geldes Jan 2014 in OKITALK https://www.youtube.com/watch?v=-RlvTp4H9Lw

  2. Herr KA-Präsident, die Linzer Kirchenzeitung findet aber die Demokratie gefährdet wegen der Tanzerei. Die ist da schon ganz hysterisch wegen der freiheitlichen Tanzveranstaltungen. Und sie hat Recht, die Linzer Kirchenzeitung, Tänzer gefährden die Demokratie. Schon meine fromme Großmutter hat gesagt, auf dem Tanzboden ist der Teufel.

    • VIELLEICHT IST DIE LEBNSFREUDE – DIE DURCH SINGEN -TANZEN – LACHEN GEFÖRDERT WIRD DAS GÖTTLICHE ÜBERHAUPT! so ein weiser Mann vor vielen Jahren

      Jedes Kind hat Gott gekannt.
      Nicht den Gott der Namen.
      Nicht den Gott, der Verbote.
      Nicht den Gott, der so viele seltsame Dinge tut.
      Sondern den Gott, der nur vier Worte kennt:
      Komm tanz mit mir… komm tanz mit mir… komm tanz mit mir…
      Kabir Sufidichter (1440 – 1518)

  3. Es gibt immer Menschen, die alles für ihre Ziele instrumentalisieren wollen, doch welche Ziele haben sie?
    Angst zu schüren oder Liebe in gegenseitiger Anerkennung zu fördern. Wer sich an der Angst festhält wird zu einem Hassenden geformt, wer die Liebe selbstloser fördert verbindet die Menschen, trotz größerer äußerlich erscheinenden Schwierigkeiten. Ein Lächeln verbindet uns-
    http://www.youtube.com/watch?v=QhvRprhHaMw Menschen die Obdachlose zum lachen bringen!

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